S C H I L L E R J A H R

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F R I E D R I C H   S C H I L L E R

Das große Schillerjahr 2005 möchten wir feiern, indem wir jede Woche Friedrich Schiller selbst zu Wort kommen lassen, denn er selbst kann seine wunderbaren Gedanken und Ideen natürlich besser ausdrücken als jeder Kommentator und Ausleger.
Friedrich Schiller:
Die deutsche Muse

   Kein Augustisch Alter blühte,
Keines Medicäers Güte
   Lächelte der deutschen Kunst;
Sie ward nicht gepflegt vom Ruhme,
Sie entfaltete die Blume
   Nicht am Strahl der Fürstengunst.

Von dem größten deutschen Sohne,
Von des großen Friedrich Throne
   Ging sie schutzlos, ungeehrt.
Rühmend darf's der Deutsche sagen,
Höher darf das Herz ihm schlagen:
   Selbst erschuf er sich den Wert.

Darum steigt in höherm Bogen,
Darum strömt in vollern Wogen
   Deutscher Barden Hochgesang;
Und in eigner Fülle schwellend
Und aus Herzens Tiefe quellend,
   Spottet er der Regeln Zwang.