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  Oktober 2004 Journal (Texte)

Grüße aus dem Irak

Scheich Dr. Ahmed Al Kubaisi, Gründer der Vereinigten Patriotischen Front und führender islamischer Gelehrter im Irak, übermittelte der Konferenz die folgende Grußbotschaft, die aus dem Arabischen übersetzt wurde:

Im Namen Allahs, des Gnädigen und Mitfühlenden, senden wir zunächst unsere wärmsten Grüße und drücken die tiefste Anerkennung für Lyndon LaRouches Bemühungen aus, allen Nationen Frieden und Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zu verschaffen. Vor allem aber begrüßen wir sein Bemühen, die Vereinigten Staaten vor Kräften zu bewahren, die sie von innen bedrohen.

Zweitens begrüßen wir sehr seine Haltung zur Frage der Besetzung des Irak und sein Ziel, sein tiefes Verständnis und seine Fürsorge nicht nur für die Interessen der Vereinigten Staaten, sondern auch des irakischen Volkes.

Wir als irakische Bürger werden keine Probleme mit Amerika haben, wenn es dafür sorgt, daß das irakische Volk in den Gesprächen mit den Vereinigten Staaten von seinen wahren Vertretern repräsentiert wird.

Wir werden die amerikanischen Versuche nicht hinnehmen, Spione und Geheimdienstagenten als Partner einzusetzen, die gegenüber der amerikanischen Regierung die Sache des irakischen Volkes vertreten. Wir sind zutiefst besorgt um die Zukunft des Irak unter der gegenwärtigen Politik. Die wichtigste und sensitivste Frage ist jetzt, daß der Irak ein einziges, geeintes Land bleiben sollte, ein Irak, wie er stets gewesen ist: ohne Diskriminierung seiner Bürger aufgrund ihres religiösen, sektiererischen oder ethnischen Hintergrunds.

Wir sind mit der Idee aufgewachsen, daß die Vereinigten Staaten das Ideal der Schaffung einer menschlichen und humanen, prosperierenden und gerechten Gesellschaft sind. Diese Überzeugung wurde noch verstärkt, als Präsident Eisenhower die große amerikanische Position einnahm und in kompromißloser, bereitwilliger und fester Art darauf bestand, daß die Armeen Großbritanniens, Frankreichs und Israels den ägyptischen Hafen Port Sad räumten. Eisenhower tat dies, obwohl der ägyptische Präsident Gamal Abdul Nasser große Meinungsverschiedenheiten und Streit mit der amerikanischen Regierung hatte. Eisenhower handelte, um die Ehre Amerikas, seine Philosophie und Mission zu verteidigen.

Wenn Amerika auf diesem Kurs geblieben wäre, würden die unterdrückten Völker der Welt freiwillig, ohne Krieg oder Besetzung, darum gebeten haben, daß die USA ihnen zu Hilfe kommen.

Ich möchte hier an eine Anekdote erinnern, die in den 50er und 60er Jahren in der arabischen Welt umging. Das Volk des armen und geteilten Jemen hatte die Unterdrückung durch die tyrannischen Herrscher und die Armut satt. So kamen sie zusammen, um eine Lösung zu finden. Schließlich einigten sie sich, die USA zu bitten, daß sie ihnen zu Hilfe kämen und sie regierten. Dann fragte jemand: "Was ist, wenn die Amerikaner sich weigern, zu kommen?" "Nun, dann führen wir einen Krieg gegen sie und zwingen sie, hierherzukommen und uns zu helfen." Dann fragte der gleiche Mann wieder: "Nehmen wir an, wir gewinnen den Krieg. Was dann?" Darauf riefen alle: "Nein, nein! Wir müssen sicherstellen, das wir verlieren, denn wir können es uns nicht leisten, alle diese Millionen Amerikaner zu versorgen."

Amerika war das Ideal vieler unserer Moslems und Araber, aber es ist gefallen. Es fiel auf dem Altar der israelischen Tyrannei und der fabrizierten Lügen, mit denen die Besetzung des Irak gerechtfertigt wurde. Dies zwang die Bevölkerung, ihre bisherigen Überzeugungen über die Vereinigten Staaten zu überdenken. Die Vertreter Amerikas sollten wissen, daß es heute keine einzige Nation auf dieser Erde mehr gibt, die den Vereinigten Staaten und dem, was diese Vertreter über ihre Liebe zur Freiheit und Gerechtigkeit sagen, noch vertraut und sie respektiert.

Dieser Verfall der Vereinigten Staaten betrübt uns als Moslems und Araber wahrscheinlich mehr als die Amerikaner selbst. Aber wir haben Hoffnung. Wir hoffen, daß sich dies bald ändern wird.

Der Ruf, der von Herrn LaRouche ausgeht, wird trotz all des Drucks und der Unterdrückung, die er erlitten hat, überall Anklang und ein Echo finden. Er wird mit Sicherheit jeden erreichen und zum Reagieren bringen.

Wir glauben, wie Herr LaRouche, an den Dialog der Kulturen und Religionen. Wir glauben, daß die monotheistischen Religionen alle auf den gleichen Grundprinzipien beruhen. Sicher gibt es Unterschiede, aber im Islam sagen wir, daß Unterschiede eine Tugend sind. Wir sollten nicht im Glauben konkurrieren. Wir sollten zusammenarbeiten, um das Ziel zu erreichen, das uns der Schöpfer des Universums gesetzt hat: Frieden, Gerechtigkeit und Prosperität werden unzweifelhaft die Norm in diesem Universum werden.

Wir beten dafür, daß Sie, Herr LaRouche, weiterhin guter Gesundheit bleiben. Möge Allah Ihnen helfen und ihren Bemühungen und denen ihrer Mitstreiter Erfolg verleihen.

Ahmed Al Kubaisi

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