Journal - Archiv


2005


Ein Nachruf von Amelia Boynton Robinson

Coretta King führte das Erbe ihres Mannes weiter

Coretta Scott und Martin Luther KingDie stellvertretende Vorsitzende des Schiller-Instituts in den Vereinigten Staaten, Amelia Boynton Robinson, hat zum Tode ihrer langjährigen Freundin und Weggefährtin Coretta Scott King -- der Witwe Martin Luther Kings -- einen bewegenden Nachruf verfaßt. Sie habe Coretta 1954 kennengelernt, heißt es darin, "einige Monate nachdem die Familie -- damals noch mit nur einem Kind, Yolanda -- nach Montgomery in Alabama gezogen war, wo Dr. King seine Pfarrstelle an der Dexter Avenue Baptist Church angetreten hatte. Nach dem Tode Martin Luther Kings war Coretta entschlossen, sein Erbe weiterzuführen...

Coretta war eine sehr starke Frau: Sie mußte vier Kinder großziehen, während sie ihren Mann der Welt lieh, gegen den Widerstand der Ungläubigen, die es haßten, wenn man gegen die rassistische Politik Ärger machte. Sie blieb standfest und tröstete andere. Es gab viele dunkle, schmerzliche Tage, und viele Nächte, in denen sie nicht schlafen konnte, aber nie ließ sie sich entmutigen, gab nie die Hoffnung auf -- sie ertrug das Bittere, das mit dem Süßen einherging. Der Sieg im Kampf um das Wahlrecht der Schwarzen in Amerika und das Bürgerrechtsgesetz (Civil Rights Act) waren süßer Lohn."

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Deutschland-Tournee der 94jährigen US-Bürgerrechtlerin

Empfang im Bundestag für Amelia Boynton Robinson

Amelia Boynton Robinson wird von der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags,Katrin Göring-Eckardt, empfangenDie große alte Dame der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, Amelia Boynton Robinson, wurde am 9. Dezember von der neuen Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags, Katrin Göring-Eckardt, offiziell empfangen.

Frau Boynton Robinson gehörte in den 60er Jahren zum engsten Kreis um Martin Luther King -- u.a. stellte sie ihm und seinem Stab ihr Haus in Alabama zur Verfügung. Heute ist sie eine legendäre Persönlichkeit, die seit Jahren unermüdlich weiter für die Idee der Gewaltfreiheit, aber auch für das Recht auf wirtschaftliche Entwicklung wirbt. In der Arbeit des amerikanischen Staatsmanns und Ökonomen Lyndon LaRouche sieht sie die Weiterführung der Ideen Dr. Kings.

Frau Göring-Eckardt ist in ihrem politischen Engagement seit ihrer Jugend nicht zuletzt auch von den Ideen Martin Luther Kings geprägt worden. So hatte sie sich u.a. in ihrem Abituraufsatz mit Dr. King beschäftigt.

Natürlich kam das Gespräch bald von der Vergangenheit auf die Gegenwart -- nämlich auf die revolutionären Veränderungen im heutigen Amerika, wie sie sich im Kampf der Demokraten gegen Cheney und noch mehr im Streben nach einer Wiederbelebung des New Deal zeigen. Frau Göring-Eckardt zeigte sich über die inneramerikanische Diskussion außergewöhnlich gut informiert. Ob Mitkämpfer oder Bewunderer Martin Luther Kings -- beide Damen fühlten sich geehrt: Frau BoyntonRobinson durch den herzlichen Empfang im Deutschen Bundestag und Frau Göring-Eckardt durch einen nicht gerade alltäglichen Besuch einer mutigen Kämpferin für Wahrheit, Liebe und gelebten Glauben.

Mehr über Amelia Boynton Robinsons Deutschland-Tournee:
"Ich liebe alle Menschen"
Besuch in Düsseldorf


Die große alte Dame der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung besucht Italien.

Amelia Boynton Robinson im italienischen Parlament

Amelia Boynton Robinson (Mitte) zu Gast beim Frauenausschuß der DS-Fraktion (Demokratische Linke) im Parlament in Rom. Rechts vorne die Abgeordnete Elena Montecchi, die sich auch für die Arbeit der LaRouche-Jugendbewegung in den USA interessiert. (Foto: ANSA)Amelia Boynton Robinson, die 94jährige Veteranin der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung, ist wieder auf Rundreise durch Europa, um als Stimme des anderen Amerika die guten Nachrichten über den Kampf für einen "Regimewechsel" in Washington zu übermitteln.

Amelia Boynton Robinson (Mitte) zu Gast beim Frauenausschuß der DS-Fraktion (Demokratische Linke) im Parlament in Rom. Rechts vorne die Abgeordnete Elena Montecchi, die sich auch für die Arbeit der LaRouche-Jugendbewegung in den USA interessiert. (Foto: ANSA)

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Cheneys Niedergang und der Kampf um die Koalition in Berlin

Putsch gegen Stoiber & Müntefering

"Das politische Klima in Washington könnte kaum heißer sein" schreibt Helga Zepp-LaRouche in Neue Solidarität Nr. 45/2005. "Am 1. November übernahm der demokratische Minderheitsführer Harry Reid, unter Berufung auf die sog. Regel 21, die es jedem Senator gestattet, den Senat in eine nichtöffentliche Sitzung zu berufen, die politische Initiative im Senat. Nun kann der ganze Komplex der Fälschung von Geheimdienstinformationen, die als "Argumente" für den Irakkrieg dienten, untersucht werden. Das Ergebnis kann sich als politische Bombe mit Kettenreaktion erweisen: die Fälschung geheimdienstlicher Informationen zur Vorbereitung eines unnötigen Krieges, eines Angriffskrieges, Lügen gegenüber der amerikanischen Bevölkerung und dem Kongreß, dann die Verletzung der Genfer Konvention, der ganze Komplex der Folter von Gefangenen in Abu Graib, Guantanamo Bay und anderen Orten -- eine stattliche Liste."

Vor diesem Hintergrund beleuchtet die Vorsitzende des Schiller-Instituts die Ereignisse in Deutschland. Offensichtlich hätten die internationalen Finanzinteressen, die seit einiger Zeit mit maßlosen Hedgefonds-Attacken gegen deutsche mittelständische Unternehmen operieren, die sog. "Heuschrecken", kein Interesse an einer stabilen Großen Koalition, die protektionistische Maßnahmen zum Schutze der deutschen Industrie ergreift. "Da mag es zu denken geben, daß ausgerechnet Müntefering, der ja die "Heuschrecken" deutlich angegriffen hatte, nun nicht mehr SPD-Vorsitzender ist" und "daß Stoiber, der immerhin für gewisse staatsinterventionistische Maßnahmen im Hochtechnologiebereich bekannt ist, am selben Tag mit einer erpressungsähnlichen Skandalstory in der Münchner AZ konfrontiert wurde..."
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Die Frauenkirche als Metapher für ein neues Wirtschaftswunder

Wo ein Wille ist, ist auch ein Wiederaufbau!

"Platz für die 100 000 Besucher!" riefen die Dresdener Bürger am diesjährigen Reformationstag. Sechzehn Jahre nach der Wiedervereinigung erteilen sie den Politikern eine klare Botschaft: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Wiederaufbau."

Dresden glich an diesem Wochenende einem Mekka der guten Laune und des zukunftsweisenden Optimismus. So klar wollte man es bisher noch nicht sehen, aber die Weihe der Frauenkirche findet in einer der bedeutendsten Umbruchzeiten der Geschichte statt. Die Nach-Cheney-Ära hat begonnen und damit die Möglichkeit, das Ende der imperialistischen Geopolitik zu besiegeln.

Was im Moment nach einem politischen Hurrikan aussieht, wird schon bald zum Sturz der Ideologie des Geldes führen, und der Wiederaufbau der Weltwirtschaft zur Ehre Gottes und des Gemeinwohls wird beginnen. Das Vakuum, das jetzt entsteht, kann durch den göttlichen Funken im Menschen ausgefüllt werden, und da kommt die Weihe der Frauenkirche gerade recht.

Die Weihe bedeutet in der Religion durch die Übertragung einer "neuen Kraft" die Verwandlung eines profanen Gegenstandes in einen heiligen. Ein Sieg des Idealismus! Dieser hilft dem Menschen, das Ideal des Guten und die Hoffnung auf einen guten Ausgang der Weltgeschichte wieder lebendig werden zu lassen. Denn ein weiser Mensch unterscheidet sich von einem unklugen dadurch, daß er immer wieder hofft.
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Helga Zepp-LaRouche: Neue Atlantische Allianz in der Tradition Roosevelts

Quo vadis Deutschland?

"Wie auch immer die personelle Zusammensetzung der neuen Regierung aussehen wird", so schreibt die Vorsitzende des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche in der Neuen Solidarität Nr. 41, 2005, "die Sachzwänge, mit denen sie konfrontiert sein wird, werden sich dramatisch von den Themen unterscheiden, über die Politiker und Medien während des Wahlkampfes geredet haben. Es werden die Themen sein, über die nur meine Partei, die BüSo, gesprochen hat: 1. die hyperinflationäre Zusammenbruchskrise des globalen Finanzsystems, 2. die Implikationen des größten strategischen Desasters in der Geschichte der USA -- des Irakkriegs -- und 3. die Auswirkungen des Skandalgewitters in der Republikanischen Partei und mögliche Änderungen in der amerikanischen Regierung.
Ihr dringender Rat an Berlin ist folgender: "Die künftige Regierung muß gemeinsam mit anderen führenden Institutionen Europas darauf setzen, daß die wachsende überparteiliche Opposition gegen Bush und Cheney in den USA sich durchsetzt, die Regierung in Washington ändert und die Frage einer neuen Weltfinanzarchitektur auf die Tagesordnung setzt. Nur wenn eine überparteiliche Koalition in Senat und Kongreß zur Politik Franklin D. Roosevelts, des Bretton-Woods-Systems und des New Deal zurückkehrt, kann es einen Ausweg aus der systemischen Krise geben."
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Überparteiliche Auflehnung gegen das Regime Bush-Cheney wächst

Watergate-Stimmung in Washington

Die Republikanische Partei wird derzeit geradezu von einem Artillerie-Bombardement von Skandalen erschüttert: Die zweifache Anklage wegen Parteifinanzierungsvergehen gegen den Mehrheitsführer im Kongreß, DeLay, setzt Dick Cheneys schärfsten Einpeitscher schachmatt. Gegen Delays Nachfolger, Roy Blunt, sind ebenfalls bereits Korruptionsvorwürfe erhoben worden. Die Neocon-Agentin Judith Miller, der es im Gefängnis zu langweilig wurde, hat Cheneys Stabschef Lewis Libby und Bushs Kampagnenmanager Karl Rove als ihre Informanten im "Fall Valerie Plame" benannt.
Die New York Times berichtete von Gerüchten, daß in diesem Zusammenhang weitere Anklagen gegen zwei Vertreter des Weißen Hauses bevorstünden; einer davon soll Cheney sein. Des weiteren hat sich jetzt der wegen Geheimnisverrat angeklagte Larry Franklin bereiterklärt, als Kronzeuge der Anklage auszusagen, und wird in den nächsten Tagen und Wochen die Personen im Pentagon benennen, die Geheimnisse an Israel verraten haben. Auf den Punkt gebracht: Die Republikanische Partei wird von einer existentiellen Krise erschüttert, und die Wolken von Watergate sind längst über Washington aufgezogen.
"Schreckenswochen" für Cheney und Bush


Senat widersetzt sich Cheney und verabschiedet Folterverbot

Peinliche Niederlage

Seine bisher peinlichste Niederlage erlitt Cheney am 6. Oktober, als 90 Senatoren -- darunter 46 Republikaner -- dafür stimmten, das amerikanische Folterverbot zu bekräftigen und einheitliche Standards für die Behandlung von Gefangenen im Krieg gegen den Terror einzuführen. Durch das überparteiliche Votum von 90:9 wandte sich der Senat, unterstützt von hohen Militärs, eindrucksvoll gegen die Androhung eines Präsidentenvetos, die der Vizepräsident persönlich übermittelt hatte; jede Bekräftigung der Befugnisse des Kongresses, so Cheney sophistisch, sei ein "Eingriff" in die Führung des Kriegs gegen den Terror durch den Präsidenten.
Sen. McCain (R-Arizona), der das Gesetz eingebracht hatte, verlas einen Brief des ehem. Außenministers und Generalstabschefs Colin Powell, in dem dieser die verfassungsmäßige Verantwortung des Senats betonte, die Behandlung von Kriegsgefangenen zu regeln. "Daneben wird weltweit registriert, daß Amerika eine eindeutige Erklärung zum künftigen Verhalten seiner Soldaten abgibt. Das wird helfen, die schreckliche Krise unserer Diplomatie zu überwinden, die durch Abu Ghraib entstanden ist." McCains Antrag enthält zwei Vorschriften: Eine verpflichtet alle Angehörigen des US-Militärs, sich an das Feldhandbuch der Armee für Verhöre zu halten; die zweite verbietet ausdrücklich jede "grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlung" (wie es auch die Genfer Konvention vorschreibt) durch irgendeine US-Institution.
Bereits im Juli hatte Cheney mit einem Veto des Weißen Hauses gegen den ganzen Verteidigungshaushalt gedroht, falls dieser ein Folterverbot enthalte. Unmittelbar vor der Abstimmung wiederholte er diese Drohung -- vergeblich.
Senat erhebt sich gegen das Weiße Haus


US-General: Irakkrieg "größte Katastrophe der US-Geschichte"

LaRouche: Cheney muß abtreten!

Der verlorene Irakkrieg sei die "größte strategische Katastrophe in der Geschichte der USA", so der angesehene amerikanische General Odom, der früher den US-Militärgeheimdienst leitete. Nach Berichten amerikanischer Offiziere vor Ort im Irak haben die USA und Großbritannien die militärische Kontrolle im Land total verloren und verfügen nicht einmal mehr über die Möglichkeit eines geordneten Rückzugs, da sowohl der Weg über Basra nach Kuwait, als auch der Weg über die sogenannte Route 1 nach Jordanien von Widerstandskämpfern kontrolliert wird. Der Imageverlust für die USA aufgrund des verlorenen Irakkriegs geht nach Einschätzung selbst amerikanischer Militärs noch über die Niederlage in Vietnam hinaus.
Die Möglichkeit eines geordneten Rückzugs der ausländischen Truppen wird es nur geben, wenn der irakische Widerstand und der Rest der Welt ein deutliches Signal für eine wirkliche Änderung der Politik in Washington erhalten. Der amerikanische Oppositionspolitiker Lyndon LaRouche, hat betont, daß nur die Amtsenthebung oder der Rücktritt des Autors der Irakpolitik, Dick Cheney, ein solches Signal geben könne. Solange Cheney im Amt bleibt, besteht auch nach wie vor die Gefahr, daß ein neuer Terroranschlag in den USA zum Anlaß genommen wird, ohne weitere Untersuchungen nach dem Schuldigen Luftschläge gegen den Iran, auch unter Einsatz sogenannter "Mini-Nukes" (kleine Atomwaffen) durchzuführen.
LaRouche: Cheney muß gehen!
Die Entwicklung einer neuen amerikanischen Nukleardoktrin
Wird es noch einen Irak geben?


LaRouche im Internet:
12. Oktober 2005, 19 Uhr

An diesem Tag vor 17 Jahren sagte LaRouche in Berlin die Wiedervereinigung voraus...

Zum Nachhören und Sehen auf www.LAROUCHEPAC.com


Die LaRouche-Bewegung schlägt weltweit Alarm

Cheney plant Präventivschläge gegen Iran

Eine Presseerklärung mit dieser Überschrift hat die Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, am 1. August veröffentlicht. Denn Dick Cheney und Tony Blair sind dabei, einen neuen schrecklichen Präventivkrieg vom Zaun zu brechen - diesesmal gegen den Iran, und im Unterschied zum Irak unter Einsatz taktischer Atomwaffen!

Eine solche Untat würde motiviert durch einen neuen größeren Terroranschlag gegen die USA. Deshalb gehören die Anschläge von London am 7. und 21. Juli, in Ägypten und anderswo mit zum gleichen Szenario. Auch die Medien machen sich mitschuldig, wenn sie sich dafür einspannen lassen, in der Bevölkerung Antiterrorhysterie zu verbreiten.

Vizepräsident Cheney (r)Vizepräsident Cheney (vorn rechts) gerät zunehmend wegen der Rove-Affäre unter Druck

Der amerikanische Demokrat und Oppositionspolitiker Lyndon LaRouche hat dazu aufgerufen, dem bei dieser Kriegskabale offenbar federführenden Vizepräsidenten Cheney die Zügel jetzt aus der Hand zu nehmen, bevor ein neuer "Reichstagsbrand"-Anschlag lanciert werden kann, der in einen neuen Weltkrieg führen könnte.
Weiter zur Presseerklärung


Strategie-Seminar in Berlin

Auf dem Weg zu einem Neuen Bretton Woods

Lyndon LaRouche (l) und Mario Lettieri, Italienischer Parlamentarier , dessen Resolution für LaRouche's New Bretton Woods Finanzsystem vom Abgeordnetenhaus beschlossen wurde.Am 28.-29. Juni 2005 diskutierte der amerikanische Politiker und Ökonom Lyndon LaRouche mit Politikern und Wissenschaftlern aus 15 Nationen in Berlin über einen Ausweg aus der weltweiten Krise. Der Abgeordnete Mario Lettieri aus Italien, der mit seinen Kollegen im April die berühmte Resolution für ein neues Bretton Woods-System ins italienische Parlament eingebracht hatte, erläuterte die Notwendigkeit einer Neuordnung des zerrütteten Weltfinanzsystems.

Bericht über das Seminar
LaRouches Einleitungsrede

Helga Zepp-LaRouche schlägt Schröder ein Aktionsprogramm vor

Die Mission Deutschlands im 21. Jahrhundert

Jaques Cheminade und Helga Zepp-LaRouche"Deutschland, Europa und tatsächlich die ganze Welt stehen vor revolutionären Umwälzungen, wie sie für das Ende von Systemen charakteristisch sind", schreibt die Vorsitzende des Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche in einem Memorandum vom 3. Juni. Das Scheitern des EU-Verfassungsvertrags in Frankreich und Holland, die Debatte um die Abschaffung des Maastrichter Vertrags und des Euro, die vorgezogenen Bundestagswahlen - alle diese dramatischen Ereignisse wertet sie als "Vorbeben, die den eigentlichen Haupterdstoß, die Detonation des Weltfinanzsystems, nur vorbereiten. Genau hier werde der Wahlkampf der von ihr angeführten Partei, der BüSo, ein entscheidender Faktor sein. "Wir setzen uns seit vielen Jahren für ein neues Finanzsystem, ein Neues Bretton Woods, und eine gerechte neue Weltwirtschaftsordnung ein." Ein Kerneuropa um Frankreich und Deutschland, eine Allianz souveräner Nationalstaaten, sei viel besser als die EU in der Lage, die produktive Zusammenarbeit mit Rußland, China und Indien auszubauen. "Für Europa ist die Kooperation mit Asien der Schlüssel zur Überwindung der Wirtschaftskrise und zur Errichtung einer Friedensordnung für das 21. Jahrhundert. Es geht also im Sinne de Gaulles um eine Allianz der eurasischen Vaterländer vom Atlantik zum Pazifik.
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Warum haben die europäischen Medien das weitgehend ausgeblendet?

Staatsstreich in den USA gescheitert!

Der Versuch der Neokonservativen, dem Präsidenten diktatorische Vollmacht zu verschaffen, ist gescheitert, eine überparteiliche Gruppe von Senatoren rettete die Verfassung. Am späten Abend des 23. Mai wurde der Vorstoß des US-Vizepräsidenten Dick Cheney, dem Senat seine verfassungsmäßige Macht zu entreißen und die USA in eine Präsidialdiktatur zu verwandeln, von sieben demokratischen und sieben republikanischen Senatoren vereitelt. Das in der Verfassung verankerte System gegenseitiger Kontrollen (checks and balances), das dem Senat eine besonderen Machtstellung gegenüber dem Präsidenten einräumt, sollte damit ausgehebelt werden. Aber die überparteiliche Gruppe der 14 Senatoren erreichte nach zähen Verhandlungen einen Kompromiß, der Cheney und Frist daran hindert, diesen verfassungswidrigen Putschversuch -- "nukleare Option" genannt -- durchzuziehen. Die Bewahrung der Republik in einer entscheidenden weltpolitischen Krisenlage verändert die gesamte wirtschaftliche und strategische Gesamtlage.

Lesen Sie dazu auch:
Bush & Cheney setzen auf "nukleare Option" im US-Senat

Niederlage für Bush-Cheney, Sieg für Amerika und die Welt

"Die Gründerväter wollten keinen König" Auszüge aus der Senatsdebatte


Neugestaltung der Seite "Wirtschaft"

Diagnose und Therapie der globalen Systemkrise

KollapsfunktionAb sofort finden Sie unter der Rubrik Wirtschaft nicht nur die neuesten Berichte über die fortschreitende Zusammenbruchskrise des Weltfinanzsystems, sondern auch aktuelle Vorschläge des Schiller-Instituts, vor allem des amerikanischen Ökonomen und demokratischen Oppositionspolitikers Lyndon LaRouche, was angesichts der akuten Krise -- im Interesse der Menschen und der Realwirtschaft - nun dringend zu tun ist.


Feiern zum 200. Todestag Friedrich Schillers in ganz Deutschland

Denn er ist unser!

Am 9. Mai hatten das Schiller-Institut und die "Dichterpflänzchen" zu einer Gedenkstunde für den großen Dichter am Fuße des Mainzer Schillerdenkmals eingeladen. Gabriele Liebig hielt eine Ansprache.
Lutz Schauerhammer trug die Worte des Marquis Posa aus Don Carlos vor und legte ein Bouquet weißer Rosen nieder. Der Chor des Schiller-Instituts sang, und Mainzer Bürger sangen mit, als Schillers Ode an die Freude und das Volkslied Die Gedanken sind frei angestimmt wurde. Die vorgetragenen Gedichte und Xenien wurden anderntags in einem Bericht der Allgemeinen Zeitung zitiert. Gleich im Anschluß an diese Veranstaltung erschien der Mainzer Oberbürgermeister Beutel und hielt ebenfalls eine kurze Ansprache. In der AZ hieß es unter der Überschrift "Ideen sind noch immer aktuell": "Mit einer Feierstunde gedachten das Schiller-Institut und Oberbürgermeister Jens Beutel gemeinsam mit Mainzern des 200. Todestages von Friedrich Schiller am Denkmal auf dem Schillerplatz."

Schillerfeiern der LaRouche-Jugendbewegung, der Dichterpflänzchen und der norddeutschen Tell-Gruppe fanden statt in Mainz, Berlin, Wiesbaden, Aachen, Dresden, Hamburg, Zittau (Mehr in der Rubrik Schillerjahr 2005)


Delegation des Schiller-Instituts besuchte Anfang Mai Ungarn

Zeit für ein Neues Bretton Woods

Zweck der Reise waren u.a. zwei öffentliche Veranstaltungen zu den Themen "Ein neuer Westfälischer Friede für eine Allianz souveräner Staaten" und "Zeit für ein Neues Bretton Woods". Eine intensive Diskussion fand außerdem während eines Workshops statt, den die Wirtschaftswissenschaftlerin Prof Dr. Silvia Szegö und der Repräsentant des Schiller-Instituts in Ungarn, Dr. Tibor Kovats, vorbereitet hatten.

Die Diskussion begann mit einem Überblick über die Lage in den USA, vor allem die Mobilisierung der Demokratischen Partei durch LaRouches Jugendbewegung gegen Bushs Rentenprivatisierung und für eine Rückkehr zum "New Deal". Lothar Komp sprach über die Entwicklung der globalen Finanzmärkte seit der Mexikokrise 1995: das LTCM-Debakel 1998, das Platzen der IT-Blase im März 2000 und den Kollaps der Aktienmärkte bis heute. Ausführlich beschrieb er die Maßnahmen, welche im Rahmen einer neu zu schaffenden globalen Finanzarchitektur, einem neuen Bretton-Woods-System, ergriffen werden müßten.

Karoly Lorant und Prof. Dr. Silvia SzegöEinen wichtigen Beitrag während des Workshops machte der in Ungarn sehr bekannte Ökonom und Journalist Karoly Lorant, der zu einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Ländern gegen die Auswüchse der Globalisierung aufrief und zusammen mit sechs weiteren Ökonomen den Ad-Hoc-Aufruf für ein Neues Bretton Woods unterzeichnete. Mehr...




Ad-Hoc-Komitee für ein Neues Bretton Woods

Anknüpfend an den Aufruf vom Juli 2000, in dem Hunderte von namhaften Persönlichkeiten aus aller Welt, darunter ehemalige Regierungschefs, Abgeordnete, Gewerkschafter, Unternehmer, Bürgerrechtler, Kirchenvertreter u.v.a., eine Reorganisation des Weltfinanzsystems forderten, hat die Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, einen neuen Aufruf verfaßt. Der Text wird vom Schiller-Institut weltweit verbreitet. Er soll mit den Namen der Unterzeichner im Internet und in verschiedenen Zeitungen veröffentlicht werden.

(english version)


Außergewöhnliche Debatte unter außergewöhnlichen Umständen

Die Welt nahm Abschied von Johannes Paul II.

Die Abstimmung der italienischen Abgeordnetenkammer zur Reform des Weltwährungssystems am 6. April in Rom fand unter außergewöhnlichen historischen Umständen statt. Millionen von Pilgern aus aller Welt (man spricht vom größten Ereignis in der Geschichte des christlichen Rom) strömten in die italienische Hauptstadt, um dem verstorbenen Papst Johannes Paul II. die letzte Ehre zu erweisen -- ein großartiger Liebesbeweis für eine außerordentliche Persönlichkeit der Weltgeschichte. Während sich Abgeordnete in der Parlamentsdebatte auf die Lehren des Papstes bezogen, waren schon vier Millionen Menschen in Rom eingetroffen. Eine kilometerlange Warteschlange von schätzungsweise einer Million Menschen bewegte sich langsam auf den Petersdom zu, wo der Leichnam "Karols des Großen" aufgebahrt war. Gleichzeitig trafen auf den drei Flughäfen der Stadt mehr als 200 ausländische Regierungsdelegationen ein, die zusammen die größte Versammlung von Weltführern aller Zeiten bildeten.


Papst Johannes Paul II. Mitte der 80er Jahre bei einer Generalaudienz auf dem Petersplatz. Helga Zepp-LaRouche besuchte den Heiligen Vater mehrmals in Rom, unser Bild zeigt die erste Begegnung. Später, während der politischen Gefangenschaft Lyndon LaRouches (1989-94), bat sie Johannes Paul II. um Unterstützung dabei, die Freilassung ihres Mannes zu erreichen.

Zwei Beiträge in Neue Solidarität würdigen das Pontifikat Johannes Pauls II.:
"Zur Verteidigung des Christentums", von Lyndon LaRouche
"Fürchtet euch nicht!" von Elisabeth Hellenbroich


LaRouches Internetforum am 7. April 2005

Wiederaufbau der physischen Wirtschaft ist machbar!

Am Tag, nachdem das Abgeordnetenhaus in Rom den Antrag zur Reorganisation des desolaten Weltfinanzsystems verabschiedet hatte, erläuterte der amerikanische Demokrat und Wirtschaftswissenschaftler Lyndon LaRouche bei einer Bürgerversammlung in Washington, wie man eine solche Generalreform der Weltwirtschaftsordnung anpacken müsse. Die Veranstaltung wurde live über die Webseite www.larouchepac.com übertragen und von kleinen und größeren Versammlungen in den USA und rund um die Welt mitverfolgt. Eine davon fand in einem Seitengebäude des argentinischen Parlaments in Buenos Aires statt. Argentinien hat bekanntlich gerade eine direkte Auseinandersetzung mit dem IWF und den internationalen Gläubigerbanken hinter sich.

LaRouches Idee eines "Neuen Bretton Woods" ist zweifellos "eine Idee, deren Zeit gekommen ist". Und jeder normale Mensch, der LaRouches Vorschläge zur Überwindung der Krise bei General Motors, zur Rettung der amerikanischen Werkzeugmaschinenkapazitäten und zur Handhabung des nun jederzeit drohenden globalen Finanzkollapses am 7. April vernommen hat, wird denken: Genau das ist jetzt notwendig. Doch wo sind die Leute mit dem Mut und der Macht, es zu tun?

Der Paukenschlag des italienischen Abgeordnetenhauses habe der Menschheit einen gehörigen Stoß versetzt und gebe uns allen Anlaß zur Hoffnung, kommentierte LaRouche die am 6. April verabschiedete Resolution. In seiner Internetrede appellierte er nicht nur an Demokraten und Republikaner in den US-Regierungsinstitutionen, nach Maßgabe der US-Verfassung zu handeln und das von privaten Finanzinteressen ruinierte Finanzsystem einem geordneten Bankrottverfahren zu unterziehen; er stellte seine Kollegen in der Demokratischen Partei vor die Herausforderung, Führungskraft zu zeigen, die Bevölkerung zu mobilisieren und die Mehrheit im Senat und Repräsentantenhaus zurückzuerobern. (Original-Audio auf www.larouchepac.com).

Die wichtigsten Auszüge von LaRouches Rede


Italiens Parlament fordert "neue internationale Finanzarchitektur"

Mehrheit in Rom für Neues Bretton Woods!

Am 6. April verlangte eine Mehrheit der italienischen Deputiertenkammer, daß die Regierung "eine internationale Konferenz auf der Ebene der Staatschefs einberuft, um ein neues und gerechteres Weltwährungs- und Finanzsystem verbindlich festzulegen". Verfaßt wurde der Antrag Paolo Raimondi, der die LaRouche-Bewegung in Italien vertritt, und dem Abgeordneten Mario Lettieri, der ihn zusammen mit 50 weiteren Abgeordneten fast aller Parteien einbrachte. In der Debatte wurde Lyndon LaRouche als Urheber der Kampagne "für ein Neues Bretton Woods" bezeichnetet. Die italienische Regierung ist nach den Regeln der parlamentarischen Demokratie verpflichtet, Parlamentsentscheidungen zu befolgen.

Die Abstimmung über Lettieris Antrag fand nach der zweiwöchigen Osterpause des Parlaments, unmittelbar nach den Regionalwahlen vom 3.-4. April statt, und es gab eine harte Auseinandersetzung, bis der Versuch der Regierung, den Antrag zu verwässern, schließlich abgewehrt wurde. Der parlamentarische Staatssekretär der Regierung, Cosimo Ventucci, hatte sich dafür stark gemacht, fünf Zeilen des vorliegenden Antrags zu streichen - und zwar gerade die Zeilen, in denen die Regierung aufgefordert wird, eine internationale Konferenz zur Reform des Weltwährungs- und -finanzsystems einzuberufen. Ventuccis Vorschlag wurde von einer breiten Mehrheit der Abgeordneten zurückgewiesen.

Lesen Sie den Bericht über die dramatische Debatte.


TV-Interview mit der stellv. Vorsitzenden des amerikanischen Schiller-Instituts

40 Jahre nach dem "Blutsonntag von Selma"

Amelia Boynton RobinsonAm 6. März 2005 strahlte das zweite italienische Fernsehprogramm RAI 2 einen ausführlichen Bericht über die Demonstration am 7. März 1965 in Selma, Alabama, aus, die von der Polizei brutal niedergeschlagen wurde. Amelia Boynton Robinson, die damals an führender Stelle dabei war und den Polizeiangriff schwerverletzt überlebte, wurde in der Sendung interviewt.

Am 18. März 2005 brachte das Wochenmagazin der Partei der italienischen Kommunisten La Rinascita zwei volle Seiten über die Mitstreiterin Martin Luther Kings, Amelia Boynton Robinson, die seit vielen Jahren als stellv. Vorsitzende an der Spitze des amerikanischen Schiller-Instituts steht. Neben einer Erklärung von Frau Boynton Robinson zum 40. Jahrestages des "Blutsonntags" und einem Artikel des Vorsitzenden der italienischen Bürgerrechtsbewegung Solidarität, Paolo Raimondi, druckte La Rinascita auch die berühmte Rede M.L. Kings "I have a dream" ab.

Lesen Sie auch "Gedenktage zum 7. März 1965 in Selma"


Der Abgeordnete Mario Lettieri verweist auf LaRouche als Initiator

Italiens Parlament diskutiert über
Neues Bretton Woods

Mario LettieriAm 14. März begann im italienischen Abgeordnetenhaus die Debatte über den Antrag des Abgeordneten Mario Lettieri, in dem die Regierung in Rom aufgefordert wird, sich international für eine Konferenz für ein Neues Bretton Woods einzusetzen, um die Systemkrise der Weltwirtschaft zu überwinden. Der Antrag war bereits im Februar 2004 eingereicht worden und hatte die Unterstützung von etwa 50 Abgeordneten aus allen Fraktionen erhalten.

Die Bedeutung dieses Vorgangs liegt darin, daß es sich hier um einen offiziellen parlamentarischen Akt eines Mitgliedslandes der Siebener-Gruppe und Gründungsmitglieds der Europäischen Union handelt, das damit die Dringlichkeit und Notwendigkeit einer neuen internationalen Finanzarchitektur auf die Tagesordnung setzt und die Staatsführung auffordert, sich an den Absichten des Bretton-Woods-Systems von 1944 zu orientieren.

In seiner Rede nannte Lettieri ausdrücklich den amerikanischen Politiker Lyndon LaRouche als Initiator und Unterstützer der Kampagne für ein neues Bretton Woods auf internationaler Ebene.

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Lettieris Rede im Wortlaut

Interview mit Heiner Flassbeck

"Wir brauchen ein Neues Bretton Woods"

Heiner FlassbeckBereits Ende 2004 beklagte der Chefökonom der UNCTAD, Prof. Heiner Flassbeck, in einem Interview mit Neue Solidarität, daß die Europäer sich nicht nachdrücklicher für ein "Wachstum förderndes, stabiles Weltwährungssystem" einsetzen. Daran gibt er dem Unverstand der Regierungen und der Europäischen Zentralbank die Schuld. Ein neues Weltwährungssystem müsse die Vorzüge des alten Bretton-Woods-Systems von 1944 mit dem Europäischen Währungssystem von 1978 verbinden.

Zum Interview in Neue Solidarität Nr. 47/2004

Veranstaltungen zum Schillerjahr

"Schiller ist heute nötiger denn je!"

"Warum? Weil Schiller genau das Gegenteil von dem ist, was heute als Kultur vorgesehen ist."

"Zum Glück für Deutschland jährt sich in diesem Jahr das Todesjahr Schillers zum 200. Mal. Und weil in Deutschland derzeit so gut wie nichts mehr funktioniert..., ist es ein Segen, daß dieses Schillerjahr Gelegenheit gibt, die Ideen unseres Freiheitsdichters wieder lebendig werden zu lassen", heißt es in einem Flugblatt, in dem Jugendliche formulieren, warum sie den großen Dichter bei Veranstaltungen in Berlin, Dresden und im ganzen Land feiern wollen.


Doppel-Konferenz in Amerika

LaRouche: Jetzt wie F.D. Roosevelt handeln!

Das amerikanische Schiller-Institut tagte am 19.-20. Februar 2005, durch Videoschaltung verbunden, gleichzeitig an der Ost- und Westküste der USA. Nachdem es Lyndon LaRouche Lyndon H. LaRoucheund seiner Bewegung gelang, die Demokratische Partei wieder zum Leben als Oppositionspartei zu erwecken, geht es jetzt darum, der Regierung Bush in der zentralen Frage der Rentenprivatisierung eine Niederlage zu bereiten. LaRouche sprach vor 800 Teilnehmern über Franklin D. Roosevelt. Erst durch den New Deal erlangte Amerika die Wirtschaftsstärke, um im Zweiten Weltkrieg den Faschismus zu besiegen.

Die Hauptrede hielt die Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche. Ihren Appell, "die Flammen des neuen Dreißigjährigen Krieges zu löschen", begann sie mit einem Überblick über die neokonservative Konfrontationsstrategie gegen den Irak, Iran und Nordkorea sowie die Einkreisungspolitik gegenüber Rußland. Dann sprach sie über Schillers historische Schrift "Der Dreißigjährige Krieg" und die Wallenstein-Trilogie.

Lesen Sie den Bericht über die Konferenz


Jetzt ist sie da!

Die neue Seite zum "Schillerjahr 2005"

Ein Klick hier oder links auf "Schillerjahr 2005" und Sie sind auf der neuen Seite. Dort finden Sie u.a. Essays über Schiller, seine Ideen und seine Zeit; jede Woche ein weiteres Gedicht von ihm, so daß eine Art Almanach für 2005 entsteht; Rezensionen neuer Bücher zum Thema; Interviews mit Musikern, Schriftstellern, Schauspielern oder Malern über klassische Kunst; Berichte über unsere Schillerfeste seit 1997; Kritiken und Veranstaltungshinweise; sowie einen Direktlink zur Kulturzeitschrift Ibykus, die Abonnenten ab dem nächsten Heft -- das selbstverständlich Friedrich Schiller gewidmet sein wird -- auch online lesen und die einzelnen Artikel mit Abbildungen als PDF-Dateien speichern können.
Schon das wunderschöne Design der neuen Seite ist einen Besuch wert!


Neue US-Kriegspläne stoßen auf Widerstand und Empörung

Revolte gegen das Bush-Cheney-Regime

Die Regierung Bush verheizt nicht nur ihre Soldaten im Irak, sie rührt bereits die Kriegstrommeln zu einem neuen Angriff -- auf den Iran. Das Regime Bush-Cheney-Rumsfeld schürt selbst das Feindbild Amerika. Aber es ist leichter, in Europa antiamerikanisch zu sein, als in Washington selbst gegen die neokonservativen Machthaber anzugehen. Der wachsende Widerstand in Amerika hätte hier bei uns mehr Publizität und Unterstützung verdient.

31 Kongreßabgeordnete und die Senatorin Boxer aus Kalifornien erzwangen am 6.1. eine mehrstündige Unterbrechung der Zeremonie zur Bestätigung des Ergebnisses der Präsidentschaftswahlen. Dann alarmierte Seymour Hershs Artikel im New Yorker die Weltöffentlichkeit, und Bushs Redenschreiber Frum spricht wutschäumend von einer "Revolte" im US-Militär und Geheimdiensten. Im Justizausschuß des Senats stimmten alle acht demokratischen Senatoren geschlossen gegen die Ernennung des Folteradvokaten Gonzales zum Justizminister. Auch die Ernennung von Condoleezza Rice zur neuen Außenministerin verlief nicht protokollmäßig. 13 Senatoren stimmten gegen sie, vorher im Ausschuß verweigerte auch John Kerry, zusammen mit Barbara Boxer, ihr seine Stimme.

Wenn Sie bisher keine Gelegenheit hatten, diese Berichte und Dokumente zu lesen, dann tun Sie es am besten jetzt:

Die historische Kongreßdebatte am 6.1.2005
Widerstand in Amerika
Bush droht Iran mit Krieg, doch US-Opposition wächst
Auszug aus Hershs Artikel im New Yorker
Kriegspläne gegen Iran stoßen auf Widerstand
Revolte gegen Bush-Cheney
Senatsbebatte über Condi Rice am 25.1.2005
Interview mit US-Gen. Hoar: "Die Genfer Konvention ist nicht überholt"
US-Völkerrechtler Scott Horton: "Nazi-Argumente werden wieder aufgegriffen"


Rabbi Arthur Hertzberg am Auschwitz-Gedenktag

"Wir tragen Verantwortung, daß so etwas nie wieder jemanden geschieht!"

Rabbi Arthur HertzbergRabbi Arthur Hertzberg, der frühere Präsident des American Jewish Congress und frühere Vizepräsident des World Jewish Congress, sagte am 27. Januar 2005 in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin EIR: "Wir führen dieses Gespräch am 60. Jahrestag der Befreiung des KZs von Auschwitz", begann der Rabbi. "Dies hat persönliche Bedeutung für mich, denn mein Großvater und meine ganze Familie mütterlicherseits, außer ihr selbst und uns Kindern, sind damals in Polen umgekommen. Ich bin der einzige der in Europa geborenen Kinder, der noch am Leben ist -- und ich frage mich oft: Warum habe ich überlebt? Warum hatte ich dieses Glück? Und ich bin zu dem Schluß gekommen -- und deshalb wollte ich auch darüber sprechen --, daß ich den Holocaust nicht überlebt habe, um mich voller Zorn daran zu erinnern, was uns damals angetan wurde. Ich habe als Überlebender eine Verantwortung, dafür zu sorgen, daß das, was geschehen ist -- was dem jüdischen Volk angetan wurde -- nie wieder jemandem geschieht, weder uns noch irgendjemandem sonst."

Rabbi Hertzberg ist ein Humanist: "Das jüdische Leben besteht nicht in der Erinnerung an den Holocaust, sondern in der Erinnerung an die Traditionen und Werte, die in Auschwitz und ähnlichen Orten ausgelöscht wurden, und in dem Bemühen, diese Werte wiederherzustellen, sie für uns selbst neu zu schaffen, und anderen dabei zu helfen, ihre besten Traditionen wieder aufleben zu lassen. Der 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz ist für mich eine Mahnung, daß wir es besser machen können und besser machen müssen. Mein Vater hat immer gesagt: Zorn über das uns Angetane führt zu nichts, wir können es nicht ändern. Aber wir können mit aller Kraft dafür kämpfen, daß es einfach nie wieder passiert!"

Das Interview können sie hier nachlesen.


Furchtbarste Naturkatastrophe seit Menschengedenken

Die Welt braucht eine gerechte
Neue Weltwirtschaftsordnung!

Drei Tage nach dem Seebeben und der Flutwelle in Südostasien, am 29. Dezember 2004 veröffentlichte die Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, einen Aufruf, der auf englisch weltweit zirkuliert (www.schillerinstitute.org) und in Deutschland als Flugblatt verbreitet wird. Sie ruft darin zur "größten Hilfsaktion aller Zeiten auf" und nennt den von Bundeskanzler Schröder vorgeschlagenen Schuldenerlaß für die betroffenen Länder einen "Schritt in die richtige Richtung". Dringend müsse ein Tsunami-Frühwarnsystem errichtet werden. Der entscheidende Punkt sei jedoch ein Kurswechsel in der schuldhaft vernachlässigten Entwicklungspolitik. An die Stelle des gescheiterten "Modells der Globalisierung" müsse ein "neue gerechte Weltwirtschaftsordnung" treten, die sie in einem 7-Punkte-Programm umreißt. Das Schiller-Institut setzt sich seit seiner Gründung 1984 für eine Neue Weltwirtschaftsordnung ein. Lesen Sie:

Helga Zepp-LaRouches Aufruf im Wortlaut
Wiederaufbau für die Menschen vor Ort
20 Jahre Schiller-Institut - Eine Chronologie


Mosaik der Universalgeschichte

Alte Freunde von A bis Z

Wer nicht nur für sich selbst gelebt, sondern etwas beigetragen hat zur Entwicklung aller Menschen, der "hat gelebt für alle Zeiten", würde Schiller sagen. Wir rechnen solche Menschen zu unseren alten Freunden, die man nicht nur in Ehren halten soll, sondern von denen man in unserer dürftigen Zeit auch viel Überlebenswichtiges lernen kann.

Wenn Autoren vom Schiller-Institut biographische Essays schreiben, dann tun sie dies eigentlich immer vom Standpunkt Friedrich Schillers. So fügt sich jeder Aufsatz dieser Sammlung ein in das große Mosaik der Universalgeschichte, wie der Historiker Schiller sie im Sinn hatte. Natürlich werden wir die Kollektion "alter Freunde" noch laufend erweitern. Vorschläge (jeweils mit Angabe des betreffenden Link zu einer html- oder pdf-Datei) sind selbstverständlich willkommen.

Zu den Alten Freunden


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